Mittwoch, 19. Februar 2014

Wie weit kann ein WLAN senden? Folge 8/8: Fazit und Zusammenfassung

In den Abschnitten 2-7 dieser Serie versuchte ich verschiedene Aspekte aufzuzeigen, welche vorallem bei der Bereichnung von langen Punkt-zu-Punkt-Verbindungen eine Rolle spielen.

Es ist nicht ganz so trivial wie Land-läufig manchmal getan wird.

 

Aber wie weit komme ich nun wirklich?

Nun, nehmen wir mal den Idealfall an – freies Feld, keine Beeinträchtigung von Fresnel-Zone, etc.
- Wir haben gesehen, dass auf 1km Distanz wir ein Free-Space-Path-Loss von ca. 100dB haben.
- Wir haben auch gesehen, dass die BlackBody-Noise für WLANs bei ca. –100dBm liegt

Nehmen wir jetzt auch noch an, dass wir mit 2.4GHz bei 100mW EIRP senden, bleiben am Schluss noch ca. 20dB Luft zum Rauschen.
Wenn ich auf der Empfängerseite jetzt noch eine Antenne mit hohem Gewinn verwende, verstärke ich das Signal wieder, jedoch verstärke ich auch das Rauschen - womit mein Pegel zwar besser, mein Signal-zu-Rausch-Verhältniss aber grundsätzlich schlechter wird.

Wechsle ich auf die richtigen Frequenzen im 5GHz-Band gewinne ich zusätzliche 10 dBm Sendeleistung und die können richtig was ausmachen.
Ich komme also anstatt 1km ungefähr 10km weit, bevor ich mir wieder gedanken um die gleichen Dinge machen muss.

Gegebenenfalls kommen dann andere Überlegungen hinzu – wie zum Beispiel die Erdkrümmung bezüglich Freznel-Zone.

 

Innerhalb von Ortschaften werde ich dies Distanzen jedoch nie erreichen – denn hier reden wir nicht von freiem Feld und Free Space Path Loss.
Hier dämpfen Personen und Gebäude und die Reichweite wird deutlich geringer.
Und dazu kommen noch potentielle Störer – andere WLANs, non-WLAN-Geräte, absichtlich oder unabsichtlich.

 

Eine genaue Antwort auf die Frage: “Wie weit?” lässt siche also nicht geben.

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